Anbetung in der DDR

Es erscheint vielleicht merkwürdig, dass ich mich schon wieder zu einem Thema äußere, das mit der ehemaligen DDR zu tun hat.

Aber ich bin auf einen Text gestoßen, den man getrost als "nichtreligiöses Anbetungslied" bezeichnen kann. Es heißt schlicht "Das Lied der Partei" und ist eine Hymne auf die SED, die allein herrschende Partei in der DDR. 

Beim Lesen des folgendenden Textes drängt sich der Vergleich mit Inhalten etlicher Lobpreislieder nur so auf: 

 

"Sie hat uns alles gegeben. Sonne und Wind und sie geizt nie. Wo sie war, war das Leben. Was wir sind, sind wir durch sie... Uns schützt die Mutter der  Massen. Uns trägt ihr mächtiger Arm...Die Partei, die Partei, die hat immer Recht."

(Louis Fürnberg, 1950)

 

Ist das zu glauben? Irgendwie schon, denn irgend etwas muss der Mensch ja anbeten. Das gilt eben nicht nur für die Caesaren Nero & Co galt, die göttliche Verehrung für sich in Anspruch genommen haben.

Sondern eben auch für eine Partei in der Mitte des 20. Jahrhunderts in einem Staat, der die Religion abschaffen wollte. Und deren Nachfolgerin "Die Linke" sich gerade daran macht, Deutschland von neuem mit lenken zu wollen. Ich hoffe, dass es genügend Leute gibt, um das zu verhindern. Ich jedenfalls werde mein Möglichstes dazu tun, damit es nicht dazu kommt. Denn der Geist dieser Partei hat sich nicht geändert.

 



Der Krieg der DDR gegen Israel

Da wurde ich als ex-DDR-Bürger gestern ganz schön hellhörig, als ich kurz bei "Report München" reinschaltete:

Erich Honecker, seines Zeichens Staatschef der ehemaligen DDR, ordnete höchstpersönlich eine völkerrechtliche Beteiligung von DDR-Soldaten am Yom-Kippur Krieg von Ägypten und Syrien gegen Israel im Jahr 1973 an. Unter anderem wurden 12 Kampfflugzeuge der ostdeutschen Luftwaffe in der Nähe von Berlin auseinander- und in Aleppo/Syrien wieder zusammengebaut und gegen Israel eingesetzt. Vorher wurden sie noch von DDR-Soldaten ausprobiert.

Damit sollte deutlich gemacht werden, dass die DDR alles in ihrer Macht stehende tut, um Syriens Kampf gegen die "imperialistisch-zionistische Aggression wirksam zu unterstützen."

 

Erschreckend. Erschreckend nahe das Jargon zu dem der Nazi-Zeit. Dort war es immer die kommunistisch-zionistische Verschwörung, gegen die vorgegangen wurde. Und nun ist es immer noch die zionistische Aggression, nur eben jetzt eine imperialistische. Erschreckend, dass nur einige Jahrzehnte nach dem Holocaust eine Staatsführung, die das kommunistische Paradies auf Erden schaffen wollte, schon wieder gegen das gleiche Volk kämpft. Erschreckend, dass das erst jetzt herauskommt.

 

Hier gibt es den Artikel zur Sendung.

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