![]() | Gemeinsames Leben Autor: Eberhard Bethge Wertung: ![]() ASIN: 3579071319 binding: Taschenbuch Listenpreis: EUR 8,95 EUR Preis (Amazon): EUR 8,95 EUR |
Ein echter Klassiker von Dietrich Bonhoeffer. Hier die Zitate aus dem Buch, die mir total wichtig geworden sind:
Christliche Gemeinschaft heißt Gemeinschaft durch Jesus Christus und in Jesus Christus. Es gibt keine christliche Gemeinschaft, die mehr. und keine, die weniger wäre als dieses. (: 18)
Der Christus im eigenen Herzen ist schwächer als der Christus im Worte des Bruders; jener ist ungewiss, dieser ist gewiss. Damit ist zugleich das Ziel aller Gemeinschaft der Christen deutlich: sie begegnen einander als Bringer der Heilsbotschaft. (: 20)
Wer seinen Bruder ansieht, soll wissen, dass er ewig mit ihm vereinigt sein wird in Jesus Christus. (: 21)
Wer mehr haben will, als das, was Christus zwischen uns gestiftet hat, der will nicht christliche Bruderschaft, der sucht irgend welche außerordentlichen Gemeinschaftserlebnisse, die ihm anderswo versagt blieben, der trägt in die christliche Bruderschaft unklare und unreine Wünsche hinein. An eben dieser Stelle droht der christlichen Bruderschaft meist schon ganz am Anfang die aller schwerste Gefahr, die innerste Vergiftung, nämlich durch die Verwechslung von christlicher Bruderschaft mit einem Wunschbild frommer Gemeinschaft, durch Vermischung des natürlichen Verlangens des frommen Herzens nach Gemeinschaft mit der geistlichen Wirklichkeit der christlichen Bruderschaft. Es liegt für die christliche Bruderschaft alles daran, dass es vom ersten Anfang an deutlich werde: Erstens, christliche Bruderschaft ist kein Ideal, sondern eine göttliche Wirklichkeit. Zweitens, christliche Bruderschaft ist eine pneumatische und nicht eine psychische Wirklichkeit. (: 22)
Unzählige Male ist eine christliche Gemeinschaft daran zerbrochen, dass sie aus einem Wunschbild heraus lebte….Je bälder die Stunde dieser Enttäuschung über den Einzelnen und über die Gemeinschaft kommt, desto besser für beide. (: 23)
Wer seinen Traum von einer christlichen Gemeinschaft mehr liebt als die christliche Gemeinschaft selbst, wird zum Zerstörer jeder christlichen Gemeindschaft, und ob er es persönlich noch so ehrlich, noch so ernsthaft und hingebend meint. (: 24)
Wie der Christ sich nicht dauernd den Puls seines geistlichen Lebens fühlen soll, so ist uns auch die christliche Gemeinschaft nicht dazu geschenkt, dass wir fortgesetzt ihre Temperatur messen. (: 26)
Christliche Bruderschaft ist nicht ein Ideal, das wir zu verwirklichen hätten, sondern es ist eine von Gott in Christus geschaffene Wirklichkeit, an der wir teilhaben dürfen (: 27).
Darum breitet sich ja erfahrungsgemäß gerade auf kurzen Freizeiten am allerleichtesten das seelische Moment aus. Nichts ist leichter, als den Rausch der Gemeinschaft in wenigen Tagen gemeinsamen Lebens zu erwecken und nichts ist verhängnisvoller für die gesunde, nüchterne brüderliche Lebensgemeinschaft im Alltag. (: 33f)
Der Anfang des Tages soll für den Christen nicht schon belastet und bedrängt sein durch das Vielerlei des Werktags….Zur gemeinsamen Andacht des Morgens gehört Schriftlesung, Lied und Gebet. (: 34f)
Die Tischgemeinschaft ist etwas Festliches. Sie ist mitten in der Werktagsarbeit uns immer wieder geschenkte Erinnerung an die Ruhe Gottes nach seiner Arbeit… (: 58)
Gott mag unser unfestliches Wesen, das das Brot mit Seufzen, mit wichtigtuerischer Geschäftigkeit oder gar mit Beschämung ißt, nicht leiden. Er ruft uns durch das tägliche Mahl zur Freude, zur Feier mitten am Werktage. (: 58)
Keiner redet sicherer, als wer gern schweigt (Thomas a Kempis : 68)
Drei Dinge sind es, für die der Christ am Tage eine feste Zeit für sich allein braucht: die Schriftbetrachtung, das Gebet, die Fürbitte. Alle drei soll er in der täglichen Meditationszeit finden. (: 69)
Wer dem Nächsten die Fürbitte versagt, der versagt ihm den Christendienst. (: 75)
Wir können uns endlich auch der Einsicht nicht mehr verschließen, dass der Dienst der Fürbitte Zeit beansprucht, von jedem Christen, am meisten vom Pfarrer, dem eine ganze Gemeinde aufliegt. (: 74)
Wir müssen bereit werden, uns von Gott unterbrechen zu lassen. Gott wird unsere Wege und Pläne immer wieder, ja täglich durchkreuzen, indem er uns Menschen mit ihren Ansprüchen und Bitten über den Weg schickt. Wir können dann an ihnen vorübergehen, beschäftig mit den Wichtigkeiten unseres Tages,… (: 85)
Wir sind sanft und wir sind hart gegeneinander, denn wir wissen von Gottes Güte und von Gottes Ernst. (: 89)