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Gerade habe ich bei einem guten Stück Kuchen und ein paar Tassen Kaffee in der besten Konditorei von Bergneustadt, eine zwei Jahre dauernde Mentoring-Beziehung beendet.
Es war meine erste richtige Erfahrung im Bereich des Mentoring. Ich wurde als Mentor angefragt. Zum einen ist das voll das Gefühl und voll die Ehre, wenn jemand etwas von dir lernen will. Zum anderen ist es natürlich auch mit einer Zeitinvestition verbunden, die man in eine Person tätigt.
Ich hab mit meinem Mentee ein ganz einfaches Konzept entwickelt: 1x im Monat für eine Stunde. Nach jeder Sitzung haben wir sofort einen neuen Termin ausgemacht. Und es war klar: Wir haben uns nur über die Themen unterhalten, die der Mentee mitgebracht hat.
Mich hat gefreut, dass mein Mentee auch echt mit den zwei Jahren zufrieden war. Jetzt hatten wir beide den Eindruck, die Sache zu beenden.
Dabei haben wir darüber nachgedacht, dass Mentoring unheimlich weiterbringt. Aber es wird wenig praktiziert. Es wird wenig angeboten und auch wenig abgefragt. Es muss auch irgendwie der Flow zwischen dem Mentor und dem Mentee stimmen. Alles nicht so einfach und doch, wenn es denn läuft, eine sehr bereichernde Sache für beide Personen.
Ich unterscheide noch zwischen Mentoring (persönliche und fachliche Themen) und Coaching (nur fachliche Themen). Coaching mache ich zum Beispiel auch mit Frauen. Jemand will in Jugendarbeit gecoacht werden - kein Problem, aber dann geht es auch nur um Jugendarbeit. Es geht um das Fach, die Disziplin (die Sportart). Auch 1x im Monat für 1h.
Alles in allem eine sehr lehrreiche Erfahrung für mich. Bin Gott dankbar, dass ich das machen konnte.