Walküre

Am Freitag war ich im Kino. Die Alternative zum Gummersbacher Kino ist seit zwei Jahren das Cineplex in Olpe. Modern und gute Preise.
Walküre war diesmal angesagt. Die Dreharbeiten waren ja letztes Jahr vom Presserummel begleitet. Tom Cruise, als Hauptdarsteller in der Rolle von Oberst Graf Schnenk von Stauffenberg, ist sehr umstritten. Darf ein Scientology-Mitglied einen deutschen Widerstandsheldenkämpfer spielen?
Auf jeden Fall hat er ihn gut gespielt. Der Film ist spannend, beeindruckend, beklemmend und die Filmmusik passt wie eine Eins zu den Szenen. Nebeneffekt ist auch, dass man merkt, wie Amerikaner Deutsche sehen und deutsche Geschichte interpretieren. Sie haben es gut gemacht.
Ich glaube, dass ist ein Film, den man sehen muss. Unfassbar fand ich mal wieder, wie so ein Regime entstehen konnte, und das in meinem Land. Ich kann es mir nicht erklären. Stauffenberg war einer der wenigen Mutigen, die aktiv gegen das Regime angegangen sind. Klar, er war Soldat und wählte andere Mittel, als der Theologe Bohnhoeffer. Im Fim wird er zitiert: Ich begehe Hochverrat, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln. Und das sagt er, als einer, den den Eid auf Hitler geschworen hat. Sehr mutig. Und man sieht, was ein Team schaffen kann. Den Stauffenberg war nicht alleine. Um ihn herum gab es eine Menge mutiger Männer. Hintergründe kann man dann bei wikipedia nachlesen. Insgesammt ein Film, der mich gedanklich das ganze Wochenende beschäftigt hat. Das schafft nicht jeder Film.

Siehe auch: www.walkuere-derfilm.de