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zum Thema "Gott immer lieb? - Was hat es mit der Hölle wirklich auf sich?" habe ich mit zwei unterschiedlichen Leuten gesprochen. Zwei Leute - zwei Standtpunkte - ein gemeinsames Thema:
Eine Frau - Christ nach eigener Angabe- glaubt an eine"geistliche Evolution". Darunter fällt auch, dass die Bibel nur ein Zwischenstand in dieser Entwicklung ist. Wir können laut ihrer Überzeugung heute viel mehr verstehen als die Leute damals. Es gibt auch neue Offenbarungen, die Menschen von Jesus höchstpersönlich bekommen haben. Ein Bibel-Update, sozusagen. Ein solches Update gibt es wegen des geistlichen Fortschrittes auch für das Thema Hölle: Gott wird in der Ewigkeit nach einer Zeit der Strafe jedem die Möglichkeit geben, sich für ihn zu entscheiden. Die Frau vertritt damit also eine Form der Allversöhnung.
Ein Mann - kein Christ - stellt die Liebe Gottes über alles: Wenn Gott ein liebender Gott ist, dann kann er einfach nicht die ewige Verdammnis für seine geliebten Geschöpfe akzeptieren sondern wird jeden retten wollen - und auch können, wenn er wirklich allmächtig ist. Und da Gott weiß, dass wir nicht vollkommen sind, sondern dass wir uns (auch als Christen) auf der Erde wie kleine Kinder verhalten, kann er uns so eine weitreichende Entscheidung für die Ewigkeit im Hier und Jetzt gar nicht zumuten. Er wird daher auch jeden Menschen retten (auch Allversöhnung) - oder seine Liebe ist nicht echt.
Das gemeinsame Thema:
Beide können sich nicht vorstellen, dass Gott gleichzeitig völlie Liebe und völlige Gerechtigkeit ist. Für sie ist nicht akzeptabel, dass der eine Wesenszug Gottes den anderen dabei nicht ausschließt. Seine Liebe drängt jeden Menschen, seine Vergebung anzunehmen. Der Grund für die Vergebung ist, dass Gott die Konsequenz für Sünde in Jesus ja an sich selbst vollzogen hat. Seine Gerechtigkeit fordert aber von jedem ein, die Konsequenz selbst zu tragen, der diese Vergebung nicht annimmt.
Schwerer Stoff - verständlich, dass ein dritter, letztendlich für alle erlösender und rettender Weg gesucht wird. Interessant war für mich, dass ihn sowohl Menschen suchen, die an Gott glauben als auch solche, die es nicht tun.