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Ich schaue mir die EM-Spiele mit großer Freude an. Dann, wenn es gute Spiele sind. Wie das von unserer Mannschaft gegen Portugal. Das war doch schöner, schneller, ansehnlicher Fußball. Meine Meinung als Nichtfachmann.
Das Spiel gestern war auch eine Freude für mich - hinsichtlich des Ergebnisses und indem ich beobachtet habe, wie Alex, der mit uns zusammen geschaut hat, ein Wechselbad der Gefühle durchlebt hat (ich habe das auch - aber im Vergleich zu Alex war ich gar nix). Ich nenne das das "Fußball-Gen" - es führt dazu, dass Menschen mit einem Schlag ihre Persönlichkeit verändern, wenn es um Fußball geht. Diese Erkenntnis habe ich auch an verschiedenen Stellen an meinen Kollegen beobachten können. Plötzlich zählt nichts mehr außer der Ball im Tor. Ihr Verhalten ähnelt dem von Kleinkindern, wenn sie meinen, zu Unrecht behandelt zu werden (auch ich bin der Meinung, dass wir einen Elfmeter bekommen hätten müssen, nur stampfe ich nicht mit den Füßen auf dem Boden herum :-)).
Ich freue mich auf die beiden kommenden Spiele und auf Emotionen und Freude. Und wer weiß - vielleicht trage ich das Fußball-Gen ja auch irgendwo tief verborgen in mir und es bricht plötzlich hervor, wenn es am Sonntag heißt: "Deutschland ist Fußball-Europameister 2008"...?
Kommentare
Lieber Dazi! Dein Kommentar
Lieber Dazi!
Dein Kommentar macht sehr deutlich, dass es Menschen mit einem gewissen Defizit gibt. Im Fussball bezeichnet man dieses Defizit "Fussball-nicht-verstehen-könnnen". Der Ursprung liegt in der nicht vorhandenen Begeisterung für bewegende Kugeln. In unserem Fall für das künstliche Leder. Zu dieser Art Mensch gehörst wohl du? :) :) :)
Der Abend war bei euch trotz allem sehr nett. DAnke!
Hi Alex, ich habe dich vor
Hi Alex, ich habe dich vor dem Abend gewarnt, dass du bei uns keine ausufernden Reaktionen zu erwarten hast :-)
Zudem besteht ein elementarer Unterschied im "Nicht-begeistert-sein-können" für runde sich bewegende Objekte aller Art und einer individuellen Form des Ausdrucks dieser Begeisterung. Leute mit dem Fußball-Gen können nach meiner Beobachtung nur sehr extrovertiert ihre Anteilnahme zeigen, Leute ohne dieses Gen haben eine größere Bandbreite, eine feinere Art des differenzierten Ausdrucks - wie du es ja bei uns z.B. in Form der sauerländisch-mecklenburgischen Art gesehen hast...
Vielleicht hilft es beim Verstehen, wenn wir statt des Fußballs mal ein Konzert a la Christmas Rock Night als Beispiel nehmen. Auch dort gibt es "binäre" Wesen, die nur zwei Ausdrucksformen besitzen: "An" und "Aus". Das ist völlig in Ordnung, darf nur nicht als verpflichtende Form für alle Beteiligten werden. Es gibt für mich getreu meinem Satz "Es gibt immer mehrere Ebenen" eben auch "mehrere Formen":-)