ein prägendes Wochenende...

... an dem ich mal wieder eine Lektion Glauben gelernt habe. Mein Sohn hatte am Wochenende Schulanfang und wie das in Sachsen nun mal so Sitte ist, wird hier alles gefeiert, demnach auch der Schulanfang. Und wir hatten Pläne ohne Ende, allerdings waren das alles Outdoor-Pläne, also Dinge fürs Gelände. Den Wetterbericht haben wir versucht zu ignorieren, weil sowohl die Zeitung als auch das Internet, die Wetterprognosen alles andere als gut akündigten. Es war Regen angesagt und voll die kalte Luft.

Wir haben Gott drum gebeten, dass er schönes Wetter schenkt. Also es muss ja nich tunbedingt die Sonne scheinen, aber der Regen wäre total uncool gewesen. Es kommt wie es kommen musste und der Samstagmorgen stand vor der Tüt (Tag der Einschulungsfeier).Ich hab nach draußen geschaut und der Himmel war voller Wolken und es regnete in Strömen. Was soll ich sagen, ich war enttäuscht. Nun gut, der Wetterbericht hatte mal wieder recht, aber wir haben doch Gott dafür gebeten, dass er schönes Wetter schenkt? Ist Gott doch nicht so groß, oder ist es ihm egal, wer jetzt schönes Wetter bestellt hat und warum? 

Der einzige Lichtblick, war mein Sohn (Joel, der Schulanfänger). Er hat immer wieder gesagt, dass Gott schon dafür sorgen wird, dass sie Sonne scheint: "Du wirst es schon sehen Papa, wenn es soweit ist, hört der Regen auf und die Sonne kommt raus.". Eigentlich war ich total wütend auf Gott und doch glimmte in mir ein Funken Hoffnung auf Sonne. Nachmittags um drei Uhr sollte die Party losgehen und zu Mittag regnete es noch in Strömen. Mein Glaube an eine Wetterwende wurde immer geringer und damit mussten wir wohl die koplette Feier umstellen, von Outdoor nach Indoor. 

Und wie wir so am Planen und Umstellen waren, wurde es auch immer später und die ersten Gäste kamen. Plötzlich, wie ein echtes Wunder, hörte der Regen auf und die Sonne kam raus. Wie wenn jemand die Wolken auf Seite schiebt und damit zeigen will, was hier Sache ist. Ich hab mich geschähmt, geschähmt wie noch nie zuvor. Erst beten wir um schönes Wetter, obwohl der Wetterbericht das totale Gegenteil schreibt und dann haben wir nicht mal den Mut und die Ausdauer zu warten. Gott hat die Natur im Griff und ich hab mich bei Gott entschuldigt für meinen Kleinglauben und meine Wut. Wir hatten einen super Nachmittag und haben am Abend am Lagerfeuer gesessen und für den gesamten Tag, ein fettes Dankeschönan unseren Schöpfer geschickt.

Es mag zwar "nur" ein Wetterumschwung sein, aber für mich ein Wunder und ein Zeichen Gottes. Das wollte ich euch unbedingt mitteilen, weil es mir weider gezeigt hat, dass Gebete etwas bewirken und mein Glaube von der Größe eines Senfkornes noch weit weg ist. Daher will ich um Glauben bitten und um viele Erfahrungen, die mich Herausfordern und im Glauben wachsen lassen. 

Jo, das war jetzt echt lang, aber eine echt coole Geschichte - Preist den Herrn.